da man hier nicht liebt ist dies gewiss die hölle …
„der krieg ist der vater aller dinge.“ heraklit
ach was haben wir getötet geschlachtet haben wir sie sagte der fremdenlegionär mit einem lächeln als sei er berührt von seinen eigenen worten mit denen er seine zeit im kongo zu beschreiben suchte…gefangene dafür waren wir nicht ausgebildet wir leisteten überzeugungsarbeit rebellen gefährden die ordnung und wenn wir mal welche gefangen nahmen hatten wir sie gefesselt und dann das eine beinchen dann das andere beinchen abgeschnitten mit der machete …bei den armen waren die meisten bereits tot der kopfschuss obligatorisch eine demonstration der mächtigen kontrovers dies gespann : über- und untermensch …totgeburten sind wir doch alle da mach ich mir nichts vor …jeder folgt nur seinen befehlen die für ihn zur familie werden und alle einschließt die diesem befehl folgen…mit dem schuss war die beziehung beendet was folgte war die entsorgung beziehungsloser körper …das töten ist wie eine liebesbeziehung des klassenkampfes der sich historisch wie ein faden an die gegenwärtigkeit bindet … ein anhaltender rausch der dich bezwingt in dich hinein kriecht rechenschaft fordert wenn du ihm nicht nachgehst von einem stück fleisch zum nächsten feindseligen kadaver ..lebende tote in den wirren eines mahlwerks kommt jeder unter die räder… es gerät nicht außer kontrolle es kontrolliert dich das töten verändert alles man tötet stetig ein wenig seiner selbst …aber es frisst sich wie eine unsichtbare macht in dein handeln …ein bloßer zufall der überlebende …der für die berichterstattung zuständige den muss es geben …ein langer beschwerlicher weg der viele leben fordert es hat etwas dämonisches eine besessenheit wie man sagt … so erscheint es dem betrachter der unschuldig auf diese finsternis wohl blickt und vielleicht noch auf der suche ist …die menschliche natur noch nicht vollends entdeckt hat…dieses schauspiel ist nicht etwa entartung …kein wüten aus einer dunklen lust heraus mag es noch so grausam für ihn sein den jungfräulichen zuschauer …es handelt sich um eine eigene sprache ein sprachlicher akt der verständigung verlangt …eisern und unmissverständlich muss sie sein und geführt werden …ein direkter um sich schlagender weg durch verlassen der uniformierten welt an den küchentisch und in die schulen überall findet er eintritt … so etwas gestaltendes zum ausdruck bringt und hinterlässt …der krieg ist so alt wie die menschheit selbst es ist die gewaltsame natur einer eingreifenden hoheit die in uns wurzelt und wütet …
starke kräfte wenn nicht sogar die kräfte die den lauf der dinge regeln die kräfte der verrohung und der angst daraus untereinander: man versteht sich man versteht sich nicht man versteht sich man versteht sich nicht et cetera ad infinitum…
als zerstörer im dienste des lebens ein zum guten umgewendeter dämon ist der heilige der große meister der anstrengung gegen sich selbst. er zwingt sich zur güte nicht nur um seine naturtriebe zu besiegen sondern ebenso sehr aus furcht vor sich selbst. da er sich einbildet mitmenschen zu haben und ihnen gegenüber pflichten überfordert er die kraft seines mitleids …er leidet und er leidet gern aber am ende seiner leiden ist er instande die menschen zu seinem spielzeug zu machen die zukunft zu überholen die gedanken anderer zu lesen ungestraft die gesetze der natur zu durchbrechen. nur um diese freiheit und diese macht zu erringen hat er gebetet und den versuchungen widerstanden. das vergnügen entspannt und stumpft ab … er weiß es genau
es ist egal welche maske sie über ihre maske legen madame die energie darunter verändert sich dadurch nicht sie bleiben was sie sind …
stein inne der form ist die lieblingsidee michelangelos das dem stein die form bereits innewohnt und durch den bildhauer nur noch herausgearbeitet werden muss
du gesegneter und glücklich zu preisender! anstelle eines sterblichen wirst du ein gott sein postuliert empedokles von akragas in seinem gedicht über die natur
in letzter zeit sehe ich auffallend viele männer mit frauenbrüsten oder andeutungen von ihnen aber deutlich erkennbar als werdende erhebungen der weiblichkeit die noch nicht vollends entwickelt sind der eindruck ist ungewöhnlich ein stück weit beängstigend bei den schlanken noch eher als bei den dicken …da ist ihre fettleibigkeit dasjenige was entsetzlich anmutet aber bekannt ist und in den wölbungen etwas einheitliches abbildet …ein überdruss sich selbst gegenüber …aber nun gut die menschen werden nicht erhebender …vielleicht das zeitalter der hermaphroditen welches das zeitalter der chimären ablöst meines ist das zeitalter der kentauren das noch kommen wird ohne die rolle die mir obliegt zu kennen achill oder chiron auszubildender oder ausbilder die jugendlichkeit auf dem rücken der weisheit wie es peter paul rubens romantisch umjubelt fein und prächtig zum ausdruck brachte ein verschmelzen der begeisterung anspornende tatkraft sich aufschwingend zu einer form höheren seins auf dem glühenden rücken einer heroischen gewalt sitzt der junge achill in rubinrotem umhang ruhig verheißungsvoll sitzt er auf der muskulös mythischem gestalt aus mensch und tier…fast wie die stoische bildsäule einer engelhaften wesenheit verführerisch und reichhaltig ein musikalisches geschöpf …bezwinger seiner eigenen eigenschaft der schöpfer einer machtvollen seele …
„Je n’ai pas sujet de pleurer, disait-il, et même, je ne puis en avoir.“ L´ange Paul Valery
der juli war regenreicher in den letzten jahren sagt er beschwingt mit zugekniffenen augen ein pastorales echo seiner worte im zurückgeworfenen kopf trägt der wind über die felder nicht hörbar für die menschliche fähigkeit
die sonne ist stark und grell wie eine göttliche klage gebärend aus sich das drama aufgestachelt eines rasenden dithyrambus formlos in die szenerie geworfen dieses stillleben aus mensch und natur die sich aus ihm und aus sich selbst herauslöst ein zauber zerschmetterte regungslosigkeit eine sinnlichkeit die außerhalb der existenz von farben und gerüchen bangt prasselnd ihre güte auf das was er nuancen nennt verdeckt alles in einem zittrigen bedauern …
verschwommen unruhige verwandlungen die sich nicht in sein dichterisches bewusstsein brüten keine vollendeten worte kein poetischer geist die hitze drückt in nieder zerkratzt sein gesicht die haut rötlich gefärbt betrogen das feuer der wüsten als er sich unter bäume zurückzieht wandelnd auf einem teppich aus blaubeerbüschen und nadeln er der hüter des waldes der ihn aufnahm wie sein eigenes kind eine ewige liebe funkelnd lebendiges quellwasser kühlend wie die behutsame hand des abends tröstlich flüchtend in das gedankenleere haus das himmel und hölle ist er ertrinkt in den flammen und verbrennt in den wellen aus den nächten seiner paradiesischen schwärmereien tastet er sich vorsichtig entlang auf marmoren stufen nach oben heraus der menge in die isoliertheit eines einzigen momentums …grausig nun die verirrenden augenblicke darunter aus der höhe betrachtet wie ein brausen körperlich die feuersbrunst …
aus der dunkelheit flammender mistral von den nordhängen kommend göttlicher schweif ein in die länge gezogenes kreischen unzugänglich und fremd durchzuckend ein blitz mehrfach teilende eintönigkeit die sich wie eine vergitterung über sich selbst legt ein wehen und summen diese bronzefarbene allegorie welche durch den boden vibriert auf dem er schaukelnd wankt goldenes schicksal malt ihn schwarz auf schwarz in diese seine unvollständig enigmatische skizze einer bedrückenden form die er von sich besitzt die ihn leben und sterben lässt jeden augenblick neu ist flüchtige annäherung wie ein strom des erinnerns ein murmeln der wälder knisternde erscheinungen aus tau und geheimnis das betreten feierlicher melancholie der einsame weg zu den anfängen die wie ein sog ihn beinah zeremoniell begrüßend in die tiefe zieht und ihm von jeher das gab was sie versprach daran hielt sie sich an das was er musste ohne das er es wollte …man hatte ihn nie gefragt …keinen zahllosen möglichkeiten überlassen …die absurdität seiner festlegung unauffällig darin die feierlichkeiten in linderung der schicksalsschläge übergehend …das kosten vom ewigen trunk der natur und ihrer unzerstörbaren genialität die in allen dingen wie ein langgelebter traum vorhanden …der von einer sekunde auf die nächste ein anderer ist ist das was er ist …
er löst sich aus dem gesicht des dunklen spiegels kehrt auf den schwingen der vögel zurück in gegenständliche anschauung die wie pfeilschnelle klauen zwischen den lüften in das geschehen des tages drängen unter den bäumen steht er wie die verkündung eines sommers das ruhige plätschern des wassers er wolle es fühlen zum strand gehen zu den purpurnen schuppen der funkelten bucht in den opalschimmernden armen der meereswogen allabendlicher genügsamkeit versinken sich festhalten an dem geruhsamen schlummer der auftauchenden mondin herniedersinkende sehnsucht die ihn jeden abend erneut auf die probe stellte ihn in bekundung seiner treue zu ihr zwang …
er ging los bald wurde der wald zu einem laternen geschmückten schatten hinter seinem rücken …das vertraute bekenntnis seiner unbändigen leidenschaften die wie ein grollen im zwielicht seiner inneren wesenslandschaft pulsierten heraus den kalten wurzeln ihn zur wärme stößt ihn wieder und wieder durchdringend inmitten der felder durch die sein weg führt ihm die klarheit schenkt die an manchen tagen so zerbrechlich in der existenz erscheint und an ihr untergeht …segel ohne hoffnung versprechen ohne halt heimkehr ohne wiederkehr …einlaufen in das mündungsfeuer einer vergangenen route aus dem rinnsal eines träumerischen hinterhalts der emotionalen künste ein zuviel an ausdruck wie das unscheinbare gewissen seiner empfindung eine zielstrebigkeit in seine schritte legt …begleitet von verheißung aus ewigen tränen die er auffängt als die summe toten wassers tief im innern eines brunnens lauernd … seine unschickliche lage ist die forschung in die er geworfen die stetig mehr in ihm vergrößert wurde türme überragend umfänglich sich dem greifbaren entledigt das gegenständliche verhüllt mit ihrem trauernden weltenschmerz eine seelische kraft die weitreichend persönlicher wird ein antrieb seiner selbst macht ihn zu dem begründer einer lebensansicht die einzig aus dem gefühl der natur zu ihm spricht und plötzlich dieses edle unschaubare am horizont …bote prädisponierter hypomanie…eintauchen in die konzentrierte wollust einer ihm bekannten ohnmacht…

