es soll vorgekommen sein das es einem verrückten gelang den psychiater so authentisch und sachkundig zu spielen das jeder in der anstalt sich nur von ihm therapieren lasse wollte auch das personal konnte er davon überzeugen das die prävention einer psychotherapeutischen maßnahme sich nicht nur anbietet sondern unumgänglich sei von jemanden der das verschreibungspflichtige angebot selbst erfahren habe …
»Wenn man den Stil unserer Zeit betrachtet, stellt man sich unwillkürlich die Frage nach den Ursachen seiner Verderbnis. Der moderne Künstler ist ein Einsamer und schreibt nur für sich selbst oder für ein Publikum, von dem er sich keine genaue Vorstellung macht. Da er an eine Epoche gebunden ist, bemüht er sich, ihre Gesichtszüge darzustellen, aber diese Epoche ist notgedrungen gesichtslos.«
Emile Cioran
wann haben wir angefangen uns über uns selbst lustig zu machen und wann damit aufgehört? vielleicht sind wir deshalb so traurig weil es nichts mehr zu lachen gibt so weit von uns weg wir hatten schaden genommen den zu belächeln in anderen sei uns freude gewiss …
ich sprach mit einem mädchen sie möchte viele länder bereisen schwärmte sie im sonnenlicht und dann eine agentur gründen sie sei model und wolle die welt schöner machen mir gefiel die idee weil alles an ihr so wunderbar davon sprechen konnte …
es sei der rede wert wenn man sich verspricht wie beim husten aus verlegenheit
das okkulte duldet keinen aufschub und keine beweise die man mit einem radiergummi verschwinden lassen kanni
er spielt mit der sprache als sei es ein himmlisches instrument jeder buchstabe ein ätherischer akkord schwebend über der welt sublim wie der bach unter nebeln so sanft die klänge die er rauscht ein sich schlängelnder ausdruck einer rhytmik
die einen weg verdeutlicht für das auge sichtbar macht
für fernando pessoa
die stunden verfliegen derzeit so unaussprechlich schnell wenn ich die zeit verliere vielleicht aber verliert sie mich weil sie in mir keinen geeigneten gefährten erkennt wenn es darum geht …ach der tag er könnte ewig sein und beiläufig bemerke ich mich außerhalb einer wahrnehmbaren größe als das gesicht der wahrnehmung
im grollen vor dem fenster atmet leise wind durch die farben der vorhänge der regen bringt sich in tropfnassen wolken in stellung für einen überfallsrtigen angriff angetrieben vom tambour des windes dann braucht er kein signal mehr und bricht hinunter auf die sonnenverbrannte wiese und die menschenlose umgebung in der ich atme
einer nach dem anderen wird verschwinden als wären sie nie hier gewesen andere nehmen ihre wege und beziehungen an verschanzen sich in ähnlichen abgründen entlang der straßen so viele gesichter an den häuserwänden in ihnen allen
…um zu sehen stellt man wie die anderen pflanzen auf die fensterbank und redet mit sich über das reden wie die anderen um zu hören das man noch zu etwas nütze
wer mit feuer geht wird getragen … wer mit feuer spielt verbrennt sich …es wird eine weile dauern bis man alles erkennt und ein gähnen darin vergegenwärtigt und feststellt wie absurd es sei dabei noch immer am leben zu sein
die beerdigung wird der termin der sie zusammentreibt kleine oder große gruppen von menschen im idealfall umgeht man das ereignis und es erscheint niemand …
es gibt so viele kinder die zu wenig beachtung bekamen und genau diese nun von anderen einfordern von menschen die den schlüssel zum glück ebenfalls darin begreifen im anderen beachtet zu werden
und hier werden wir wohnen in einem gebiet aus leichtigkeit und holz und dämmerung
um den alten tisch werden wir stühle stellen verschiedener art und ansicht kaleidoskopisch zum kalender der maya und darauf die tischdecke von deinen großeltern legen kerzen und streichhölzer sollen nicht fehlen und das fotoalbum fundament unseres zerbrechlichen lebens eine vase mit den blumen die ich aus deinen blicken pflücke wenn sie verträumt in meine arme sinken und wenn ich dich dann frage nach deinem tag wie er gewesen sei du wirst lächeln und ich ich werde es sorgfältig betrachten und mit dem lächeln von damals vergleichen …
die schwalben fliegen so hysterisch wie nutzlos über den schlaflosen bäumen im letzten müden licht des tages hinter dem blattwerk wird versteckt musiziert bis der nachbar den rasen traktor anschmeisst und die weite in den bruchteil einer sekunde zusammenfaltet die kraft der sonne bringt es mit sich das er von nun an jede woche das fahrzeug besteigen wird zum abend hin damit
im traum hört er sich zu heiser sein rufen mutter du bist eine lügnerin … und aus den weiden stöhnt es na und du hast nichts besseres verdient …
ohne wenn ohne und ohne aber du hast es verdient sagt er zu sich selbst es gibt nichts ehrenvolleres als sie sich belügen zu lassen und so zu tun als handle es sich um wahrheit …der türöffner in die leere der herzen
wäre all das versprochene und gewünschte wahr wovon dann träumen in was eindringen um die sorglosigkeit die es zum träumen benötigt noch zu übertreffen oder sie dadurch gewiss zu machen da bleibt dann nur noch der tod als alleiniger herrscher wie über alles andere ebenso …
berühmtheit ist die strafe der begabung meine kreativ literarische eitelkeit ging zugrunde als ich das interesse und die abhängigkeit die ich zu anderen menschen im allgemeinen hatte zerstörte
wer alles nach zahlen erledigt misst und bewertet wird weder etwas wahres erkennen noch verstehen … hierzu es genügt vollkommen den natürlichen filter für die menschen und dinge und die phänomene aufzulegen lichtverhältnisse und klangfarbe hell dunkel dur und moll
einige menschen sind so unerreicht schlicht und naiv das man ihnen einfach alles verzeihen muss und es unmöglich ist ihnen böse zu sein wie bei kindern im sinne der fürsorglichkeit
die floristin erzählte so begeistert von ihrer arbeit als handle es sich um das leben das sie nie wollte
im caravan durch die endlosigkeit meiner gemütsbewegungen treiben im blinzeln der mitternachtsonne …sehen und hören kann ich auch aber ich ich sehe und höre dazu was hinter dem sehen und dem hören geschieht …
manchmal sinke ich so tief in mein mitgefühl für jene die jahrzehnte lang gerannt zeit und energie opferten um ein stück des planeten einzäunen zu können dort selbst zu leben einen garten anzulegen und für besucher eine möglichkeit geschaffen haben diesen nun gepflegten ort zugänglich zu machen durch das ambiente eines cafés zum beispiel oder durch einen kleinen landwirtschaftlichen biohof …
ich erinnere mich noch damals auf der insel als ich den lohn empfing für die wiederwillige schlacht die über monate in meinem kopf tobte und nachts unter dem maulbeerbaum in die sterne schreibend formulierte : maintenant mon équipe se trouve dans ma tête
als ich das letzte mal zusammen mit einer frau am strand saß hatte ich es genossen mit einer frau am strand zu sitzen gewöhnte mich an die weiche seite die ich nun hatte wir hielten die hand des anderen als wäre es die eigene redeten über zukunft und ihre angst vor der absicht darin die uns hinderte götter zu sein und erwarteten vom anderen eine rettung nur wovon das errieten wir nicht …
im lauwarmen salzwasser als sie ihre arme um meinen hals legte mich herunterzog ihren kopf zur seite neigte langsam die augen schloss unter ihrem schwarzen lidschatten ihren mund öffnete wie eine gepardin …ich sah ihr oft dabei zu sah ihr verlangen ein verlangen das ich immer von uns beiden getrennt betrachtet hatte …eine körperliche liebe die etwas auf sich hält zerstört sich durch uns selbst anders wäre es keine wir hatten nichts gegen uns aber unsere temperamente verbrannten sich gegenseitig …
wir hörten und sahen gemeinsam auf wellen und boote aber sahen und hörten wohl doch nicht das gleiche wir saßen dicht beisammen in diesem einen augenblick der warm und zärtlich in uns glühte als die sonne sich zum abschied neigte farbenfroh zurückgelassen rauchten und lachten über
redeten und schwiegen in untätigkeit in der ich leben fühlte du den tod ästhetisch bedauerlicherweise und ich bedingung und den kompromiss in der gelegenheit erkannte ich bin in festen händen aber uns gehört der sand und das gedicht das er sich in feste hände dichtet …
dachte ich bald ist es wieder vorbei danach wie immer vermissen und sehnsucht ich habe dich mehr gebraucht als du mich das was du brauchst konnte ich dir garnicht geben …ich wusste
sokrates nannte die meinungen der menge lamien schreckgestalten für kinder
„lästern werden die schwätzer mit harten worten die tugend“
marc aurel
was ich dafür von dir bekomme ? es ist ein geschenk freue dich darüber dann bekomme ich das was ich muss …
du gefällst mir nicht du bist so in dich gekehrt …das ist mein job anders bringt man es zu nichts also in meinen kreisen …
wenn man sich in dem was ist selbst gefällt hat man alles erreicht …

