poetisch-philosophische Splitter IV

by Maik Gustavus 16. Mai 2026 0 comment

du willst kosten von dem was vernunft sei dann tu nichts schweig und schau dir dabei zu

der verängstigte kleine hund am gartenzaun der alte mann im handwerkeroverall die gartenschere hält er wie einen degen es geht um mehr als die verteidigung seiner tätigkeit weiß die lächelnde frau mit dem kleinkind auf dem arm vorüber geht die schwermütige greisin mit den bleichen knopfaugen festhängend an ihrem rollgestell als wäre es aus liebe und zwischen ihnen und den tröstungen der grünen beete und betonierten auffahrten der wind meiner partikularität von welcher der wahnsinn der vorstand ist ein abstrakter regenschauer hat die vorherrschaft gegenüber einem allgemeinen regenschauer sogar dann wenn die sonne scheint

ich laufe herum wie jemand der eine todesnachricht erhielt und daraufhin versucht sich vollkommen von sich zu entledigen aus der haut wie aus dem bus zu steigen bis er zwischen sich den wiesenblumen und der toleranz zu ihnen steht
der da ja der den hühnertanz vollzieht …ihn sperre man ein ins zuchthaus mit diesem wüstling der unterschicht

wenn man jemanden wegmachen will denkt man auf dem land vielleicht zuerst an die jauchegrube um jemanden darin zu ertränken oder zu versenken nicht nur sie hat sich historisch gesehen bewährt und zum quälen und foltern hervorragend geeignet wie aus zeiten des dreißigjährigen krieges bekannt der einfallsreichtum und die grausamkeit in der erzwingung von geständnissen und einsichten durch die hilfe schmerzen verursachender werkzeuge ist unbestritten und exemplarisch dokumentiert handelt es sich doch um ein vermächtnis der natur im widersacher den streitpunkt zu sehen und in der vernichtung seiner giftigen absichten die abschreckung in einem lustspiel zu begreifen

es ist das wesen der methodik wo immer sie anwendung findet ihren gegenstand zu verfeinern und dienlicher in der handhabung zu machen bei gleichzeitiger vereinfachung in seinem gebrauch

der baum mit starkem ast und ein strick der was tauge sagte der alte dies sei in seinen augen das vernünftigste um sich ehrenhaft zu verabschieden ein standard dem man aus liebe zu sich selbst aufrecht erhalten müsse zum anderen habe es tradition sicher es gab immer jemanden der aus der reihe tanze im wüten der affekte und übertreiben musste wie der junge vom werkzeugmacher der im schmerze des verlustes sich auf das fließband legte das für baumstämme gemacht im sägewerk unten an der blitzgetroffenen mühle man muss es hinnehmen gern gesehen ist es hier aber nicht rümpfte er die nase und rubbelte mit der hand übers gesicht als benutze er einen waschlappen …nachbarn sehen es ähnlich räumen dem projektil in den kopf allerdings ebensoviel ehrbarkeit und ansehen ein ich gab zu verstehen das mir auch nichts ansehnlicheres einfiele obwohl das projektil im kopf doch eine riesenschweinerei anrichte und doch wohl eher für den selbstmörder geeignet ist …dem könne es ohnehin egal sein …die einordnung und bewertung subjektiver kriterien obliege dann ja ohnehin denen die sich der moral einer obduktion verschrieben haben aus physisch zusammenhängend ästhetischen gesichtspunkten heraus…unterliegt der ethischen haltung, man komme nicht drumherum sagen sie …alles in allem sei der strick die feinere die saubere sache …schuljungenhaft sah er auf seine staubigen schuhe und scharte kleine sandhügel die mich an meine kindheit erinnerten …ja richtig schweinerei mit dem zerplatzten kopf …hatte alles gesehen war alles dabei … die schlacht um sein eigenes erbe endet mit der letzter regung im für sich geeigneten zeitpunkt …nach dem krieg mein urgroßvater schoss sich mit einer luger 7,65 mm parabellum in die schläfe er bekam das trommeln der artilleriegeschütze nicht anders aus dem kopf sie kamen häufig in der nacht während er schlief durchbrach er im granatenhagel feindliche stellungen …gräben schmatschend in schlamm und blut getunkt da wurde er jedesmal von einem bajonett regelrecht ausgehölt und zerfleischt das bajonett eines franzosen eines toten franzosen und dann wachte er grässlich schreiend auf durch seine augen brachte er die finsternis der träume mit in den tag hinein bis er irgendwann nicht mehr unterscheiden konnte …die lebenden konnten ihn in seinem traum nicht verletzen … nur die toten finden einen weg heraus aus den träumen sagte er manchmal …

das sterben oder eine krankheit zum tode eines familienangehörigen in einer belletristik herausstaffieren und sich darin nicht einer innigen schau des betroffenen zuwenden kann man so machen warum nicht aus sicht der personen ist alles was sie tun verteidigungswert aber es führt zu einem missbrauch der rolle als chronist … darin erhebt man sich nun selbst zum kranken oder zum toten …ist die romantisierte verschiebung der machtstruktur in der sie äußerst geschickt den tod als die eigentliche absolutheit hier nun zu einer reinen formalität degradieren so zu einer wende ihrer posttraumatischen miniatur eines verdrehten selbstbildnisses schwenken schlicht gesagt in eine pathetische fälschung scheinbarer konkretion das symbolische mahnmal des selbstzerstörerischen dichters …

ich schließe daraus eine affekthandlung also eine unzurechnungsfähigkeit welche zweifelsfrei diagnostizierbar …im raume steht die rethorik des über sich selbst leidenden … im mitleid beweint der entartete schrieb fernando seinen eigenen kummer sodass mitleid sich zu sich selbst schreibt da wo es herkommt gehört es hin …zudem hat mitleid im ergebnis nichts vorzuweisen sodann habe ich eine geeignete vorlage den unterschied zur emphatie einmal deutlich hervorzuheben der in ihrem ergebnis liegt welches unmittelbar sichtbar und gefühlt durch sie entsteht eine reine behilflichkeit ihrer selbst willen als göttlicher gruß an alle vorturner auf dem geweihten boden eines fulminanten spektakels …

warum können nicht einfach mal alle die fresse halten

wir sind eine gesellschaft von hütchenspielern schacherern überziehungszinsen und stempelkissen

was ist ein wolf ohne rudel ? ein wolf ohne rudel ist ein wolf ohne rudel ein schaf ohne herde ist wie eine ameise ohne staat innerhalb kürzester zeit tot …an wen erinnert uns das?

deine schrift versucht auf dogmatisch und zugleich infantile art und weise die gottidee ebenso die entstehung der welt im sinne deines subjektiven ideals zu vermessen in einem realitätsfernen pragmatismus erlernter ansichten sind damit keinen metaphysischen prinzipien unterstellt erkennen somit nichts und behaupten alles was sich ihnen in den weg stellt deinem verständnis über gott welches du als neu bezeichnest vertrau mir das ist nicht neu sondern ebenso so alt wie die menschheit

du hast begonnen dir ein nest zu bauen zur beruhigung es dir kuschelig zu machen um vor der müdigkeit nicht fliehen zu müssen …ich kann das verstehen wie kurz doch das leben wenn man jeden tag die gleiche anschauung zu bebildern sucht in denen jeder augenblick jener sein kann indem abgerechnet wird irgendwann kommt er das ist gewiss… ein natürlicher mechanismus dieses dein manöver in den paradiesisches schein devinatorischer liebe die suche nach etwas was stärker und verbindlicher als die psychologische veranlagung die dich dorthin geführt hat wo du jetzt stehst ; ein vergesslicher gegenstand die zu behütende illusion welche dich vor eisregen und verschiebungen der erdplatten schützen soll und der eigenen ich pedanterie
wo ist das heim deiner fundamentlosen krümel die du dein denken nennst von wo stammen sie her man könnte lächeln oder lassen das es könnte

ich stecke mit meinem kopf in den wolken fest ein bild mit symbolcharakter die unterscheidung zwischen träumer und macher liegt am horizont und nebenbei bemerkt ist niemand in der lage zu verhindern das der widerspruch alles verschlingt auch sich selbst was zu einer scheinbaren abwesenheit führt welche man realität nennt ich mische mich nur in angelegenheiten ein die mich etwas angehen in szene setze ich mich nicht bühnen sind eher für die einfachen leute die etwas von sich halten ich halte nichts von mir noch von irgendwem anders somit bin ich haltlos und stehe zur freien verfügung von dem was mich lenkt …

die einzige arbeit die zählt und keinen aufschub duldet ist die geistige arbeit nicht die intellektuelle welche sich in entgegengesetzte richtung bewegt in ein sichtbares dickicht hinein urwaldvegetationen aus verständigungsproblemen und anmerkungen die sie dorthin begleiten ein andauerndes sich wiederfinden auf dem flohmarkt der perspektiven wird jeder irgendwann
fündig man muss nur genau draufschauen mit der vorliebe für cliches und interpretationen in labyrinthen aus komplexität und der wunsch dabei jener geheimen treppe in den tempel des ewigen lebens zu begegnen bleibt doch wahrscheinlich die zickige schwester der hoffnung welche man glauben nennt der trunk kosmischer energien das erwachen in einen abstrakten raum ohne umrisse von gesichtern nur formlose übergriffigkeiten stehen außerhalb der errungenschaft methodologischen schlafwandels in einen autistischen verfolgungswahn

wie meinen pardon monsieur an meiner arbeit gibt es nichts zu feedbacken weil sie sich nicht selbst gefährdet da sie in einem direkten bezug zu sich selbst steht

die wissenschaft begeht ihren eigenen suizid sollte es wahrheit sein aber da diese außerhalb der verhältnissmäßigkeiten steht können wir uns getrost den tatsachen zuwenden das es so ist und belassen es bei einer reduzierung auf schlichte reflexive reaktionen eines handelns die einem kurzschluss ähneln

nach wie vor enthalte ich mich einer aussage zu einer entstehung oder eines endes von dem was war und was kommt verstehe ich nichts sollen sich andere blamieren das was ist steht zwischen diesen beiden balustraden aus wolken und winden und manchmal ganz nah in einer feder die ich in der hand halte

vermutlich gewinnt immer der der die huren und ihre söhne auf seiner seite hat …trotzige speckige welt du edelmut der goldgräberei du widerst mich an darum liebe ich dich

jetzt noch etwas über die sonne lästern weil sie nicht da ist und wenn sie da ist über den regen lästern weil man die natur als bloße berechnung einer natur versteht die man nicht versteht

wenn irren menschlich ist was ist dann nicht irren ?

erst gegen abend eine verbindung mit einem anderen menschen über das telefon ein anruf…ich kam mit 4 worten aus … hallo ursula ….bis morgen …es gibt tage da ist selbst das zu viel …

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