nymphen und mythen in kreisrunden wolken elektrische geräusche wuchtig und stark serviert bei volljährigem tagesende lauernd wie galgenvögel über einer deponie von getilgten schmerzen und verrichteter arbeit die wie ein verurteilter davon erzählen können … ich versuche mir die zeit vorzustellen ihre anatomie aus mustern und zeichen tote gebeine zahlen ohne wert ohne ausmaß als bloße form kann man etwas verlieren was man nicht fühlt?
d´annunzio die wiederentdeckung der romantisierten langeweile zumindest sprach er ebenso mutwillig davon wie von seinen unzähligen liebesbeziehungen
was mich die natur lehrt? bleib so gut es geht unabhängig
wenn jemand gestorben ist bleibt die welt für einen moment stehen kommt in der großen uhr des lebens zum stillstand man sagt das jemand geht aber wohin geht er…vielleicht in die vorherrschende jahreszeit die in uns ein gedanke ist in der natur ein gedeih und verderb die ihn zu einer pflanze der erinnerung werden lässt, eine pflanze mit feingliedrigen zweigen blättern knospen und blüten in der erinnerung dorthin wird er gehen zu etwas was sich über die eigene wunde legt selbst er geworden ein guter mensch
am grab auf dem friedhof bricht alles zusammen unter dem mantel lautloser schreie der mensch ist nicht mehr das was er darstellt was man sich und er selbst vorgestellt hat in formen zu finden die im netz der träume zweifelsohne sehnsüchte und erinnerungen hinterlassen
jetzt teilt man die gegenstände die er angesammelt untereinander auf für ihn war es besitz für die anderen wird daraus gewissheit an seiner statt … der wind weht wie immer am alten weiher die weiden hängen stoisch über der bank im park kinderlachen poetische zeilen der wunsch das etwas bleibt von dem was nicht war
schon die palastwinde salomes wussten :
war ja doch bloss eine bestrebung von irgendjemand der wollte was er nicht konnte eine durchsichtige handlung der wille des verzichts einer unsterblichen traurigkeit eine feierliche vereinbarung die ohne seine anwesenheit beschlossene sache wurde daraus gemacht ein asket des glückes verlangen in ihm das ziel ein manifest über tausende von brücken in das dunkle grollen der sonne geritzt
die ambition ist wie eine behausung in der und mit der man lebt und nicht mehr herauskommt ein ziel des lebens wird sodass die vorstellung davon das leben selbst wird ,eine vollständige unterwerfung einer existenz die man nie wollte hat das ziel ein ziel? ja ein neues ziel mein tagesziel heute die augen öffnen dann die augen zu schließen ich lege mich auf das sofa und trenne mich von der vorstellung dessen …grade fühle ich gleichgewicht ebenso …
das eintauchen in ein gefühl stellt eine negation des lebens dar
ich laufe über den meeresspiegel ein versilbertes tablett spiegel der götter troja ist gemolken von pfeilen zerfressen achill ein doppelter bogen der augenblick schwärme der lüfte bellende flugakrobaten untiefen im mondgewimmer lockig wie engelshaar galatea schenk mir die wohltat die mein herze rührt wenn ich dich gefunden habe …et se cupit ante videri …. er war ein opfer seiner gefälligkeit geworden wenige wohltäter unter ihnen die satan sein wollen aber nicht wie er sagten: si cadens adotaveris me ….von der musik reden wie von einer göttlichen nahrung für die man sich opfern muss
die luft wie ein in flammen stehender nadelwald die umwelt wird zu dem was ich wahrnehme ein duft ein in flammen stehender nadelwald
ich folge der straße zwischen den feldern ich kann die umrisse der stadt erkennen die rinder tun so als ginge sie alles nichts an der kirchturm eine geballte faust die an den himmel schlägt beinah die symbolische anmerkung einer warnung oder bedrohung davor
manchmal prügelt mich die banalität in den worten der anderen regelrecht zu brei
es kam vor das ich seiten aus büchern gerrissen habe auch mich macht die anordnung einiger impliziter vokabeln aggressiv sodass ich vor die tür treten möchte und den erstbesten zusammenschlagen, vielleicht ist das was wir dialektik nennen die man in realistisch und unrealistisch wesentlich und unwesentlich unterscheiden muss, nichts anderes als ein klangbild …die natur versteht das und die menschen? sie glauben und suchen an / nach menschlichkeit in der menschlichkeit somit ihre entdeckung mit dem verständnis darüber eines pietätlosen kindes ; aber die weite ist unübersichtlich weit und bleibt immer ein bestandteil des glaubens …
sartres klangbild zum beispiel ist ihrer monotonie der immergleichen akkorde wegen und der dissonanten kadenz unerträglich zumindest dann wenn er über dinge philosophiert die nicht seinen fähigkeiten entsprechen ihn aber genau dadurch anzugehen scheinen und den feinen bewunderer hegels ein großes stück seiner torte auf den teller legt
dort am ende der straße macht der himmel eine drehung ganz unverhofft in der erwartung wie die wendung in einem drama
jede erzählung ist die geschichte vom überdruss also einer unzufriedenheit dem gegenüber sich der autor entzieht oder seinen figuren eine anziehung von etwas ins gemüt legt es zu einem ziel werden lässt zu welchem sich die handlung pflichtbewusst bewegt ….alles ein schmerzender dauerlauf …das schreiben selbst ist ebenso tätigkeit aus überdruss dem nicht schreiben gegenüber
gewinner jeder epoche sind die museen und die bibliotheken was im prinzip das gleiche darstellt, eins für die praxis und eins für die theorien aus sicht der historik ist alles ihr eigentum aus sicht der gegenwart existiert sie nur in der zukunft und aus sicht der zukunft ist alles ein traum …was machst du wenn du deinen traum lebst und er zwangsläufig zum alltag wird …wovon träumst du dann?
wäre ich ein anderer der mich kennenlernt würde ich mich nicht erneut mit mir verabreden wollen
symphatie ist sache der umwelten
am hafen die boote und segelyachten
eins hat das aussehen eines metzgermessers auf dem passacaglia geschrieben steht …

