„Die andern scheinen mir Träume zu sein und ich erscheine den anderen als Traum.“ Henri Frederic Amiel
unser leben ist nichts als ein dokument, das es zu entdecken gilt, eine materie, die vergeistigt werden muß. so ist das leben des denkers; er entpersönlicht sich tag für tag; wenn er sich darauf einläßt, zu empfinden und zu handeln, tut er das, um besser zu verstehen; wenn er will, tut er das, um den willen kennenzulernen …
drei jahre war es sehr bewegt im innen und im außen sodass ich jetzt den moment umarme in dem rein gar nichts passiert
si tu veux voir le monde fermes tes yeux
im bahnarbteil ist das substanzlose wort gierig nach raum stürmend aus verlorener zeit und ihrem unbehagen der besetzte platz ist indiz in folgerichtigkeite dem aspekte, vom konfrontieren erwartet er gehorsam, der annahme schuldet er gewissen
mein gesang ist verbrühte mitgift im rauch der industrie dystophischer fresken der städte abgeschnitten der dionysischen nabelschnur trägt mich unwirtliches achselzucken einer himmelsagentin dem möglichen verpassen eines anschlussfluges hinaus durch schaumgeborene körper, schreie in den horizont wenn turbinen welten roden, im meditieren, immortellegewächse einer insel schönheit ihrer trockenheit im durste der sich fein und ohne sich zu integrieren auf das expressionistische gemälde meiner sinne streichelt
festhält am berauschenden geruch anhaltender sonnenstrahlen welche prügeln auf die landschaft und das leben dazwischen und darin, verweigert wo die wassertropfen für ein lächeln aus dem artenreichtum stöhnen, zur sühne einer umwelt paradiesischen scheins
underneath the sea where the fire finds no fever brechen wellen durch die nacht …
jerrys dämonen
ein versalzenes tischgebet wird büchse der pandora gottgleicher rausch der routine, zumindest zeus der handlanger hesiods feiert frenetisch wie der plebs auf unteren rängen antiker theater seine erzwungene hoffnung im schmerz der anderen nebulöser werke und tage
deine odyssee beginnt in demagogischer kindheit in welche dich das familiäre umfeld trampelte sich über dich warf um dich mit ihren ansprüchen zu ersticken und in deiner moralischen graduation regelrecht vernichtete, eine schlammige ohnmacht auf beutezug innerhalb feuriger augenblicke, eine lebenslange begleitung behütend in der langeweile, schlafend in deinem herzen, dich darin sehnsüchtig zurückließ
bis zur schlägerei mit den bullen in marseille war es ein weiter weg, die isolation in der psychiatrischen anstalt nur ein umstand der dich abhielt aber keineswegs niederwarf so vertraut wie die taglichen besorgungen war dann die flucht vor der verfolgung nach paris und nirgends, das glück der straße im auge des vagabunden, marschieren über wiesen ohne eine feste richtung , über pfade und winkel, bebaut und unbebaut, dieselbe ödnis in denen nicht einmal das mondlicht etwas zu sagen hatte
ein tropfen brandwein der den sternenhimmel pinselt, der freund in deiner mitte die keineswegs den anstand der erweckung in die hände nahm sich launisch regt im wechsel der gezeiten deiner verschickten flaschenpost, verspätet, ausgetrocknet stürzt die seele in die symptomatik deiner ungehörten stummen schreie hindurch zersplitterter momente
der schlaf verzehrt das dasein und das ist gut, die stunden sind lang und das leben ist kurz, hat fénelon gesagt .. und der irrt sich nie …
der ausdruck im außen ist häufig nur eine andeutung der schlacht welche im innen tobt
gott und die literatur geben dir dein leben nun iss und ziere dich nicht zu leugnen das dein brot dich zwangsernährt

