Träumerei im Garten

by Maik Gustavus 30. April 2026 0 comment

der garten ein gefüge aus fleiß und architektonischer ursprünglichkeit in der man zur liaison der muse wird ein wohl überlegt angelegter ort die verbildlichung des glücks an dem man teilnimmt wenn man sich bemüht …herausragt eine landschaft die ebenso bizarr wie verstörend ist an dem die gerechtigkeit sich schuldig macht eine amour fou ist ihrer eigenart nach zerstörung dadurch erlangt sie gültigkeit ein sittsamer ort der lust auf sich selbst…testamentarisch das verlangen danach in den abendstunden eine kuschelige decke für mensch und tier die wiederentdeckung der evolution und einem versprechen das man sich einst im geheimen gab nachdem man im speichel der städte zu kreuze kroch und die natur nur noch in den träumen als teil einer altertümlichen mythologie zu greifen bekam auch hier verbirgt sich ein träumerisches ephemer ein appetitlicher austausch der in seiner rückständigen bukolischen statik etwas furchteinflösendes besitzt und man nicht herum kommt einer übersetzung tieferliegender verbrennung von der man sich bisher nur die narben blutig kratzte um nicht daran zu ersticken die verantwortung verloren ging sich wie ein papierdrachen in den bäumen verhedderte in einer höhe die mit ausgestrecktem arm unerreichbar blieb
und so beschenkte man sich mit leckereien die angenehm und leicht erhältlich um zu vergessen was man erleben hätte können so man gekonnt was allerdings unmöglich war
nun gelingt es der versuchung dem anstand gegenüber das ambiente einer betörenden kreation aus bergamotte vanille schwarzer pfeffer mochus vetiver und sandelholz in die moosige konsistenz in die man übergegangen zu versinken und zur loslösung eines erweckten wird …der sultan eines harems aus windigen streicheleinheiten und funkelnden klängen ein fliegender teppich aladin des euphrat eingetaucht in himmelblaue blässe und smaragdgrünen klecksen orientalischen hochlands eine empfindung die zu einem strome wird dem man sich nicht zum kampfe stellt nach dem man verlangt danach tastet ohne seine hände zu benutzen ohne zu spüren das man im besitz was sehnen und knochen bauen und welches prinzip der nützlichkeit an ihnen haftet an den händen die für das bedienen gemacht stattdessen somnambules paradies eine erstarrung und gründlichkeit darin die erhöhung der frequenz schießt ein beben durch die hängematte der empfindsamkeit dem zentralen gestirn metaphysischer bootsfahrten

die moderne welt ist diejenige die sich an meine seinsweisen anpaßt eine schwere krise entsteht eine gewaltige verwirrung die sich immer deutlicher abzeichnet das schöne das gute das gerechte das wahre das reale… zahlreiche andere abstrakte begriffe machen jetzt gleichzeitig bankrott hat man einmal ihren gegenbegriffen den vorzug gegeben verschmelzen diese alsbald mit jenen wenn dann im universalen schmelztiegel eine einzige geistige materie übrigbleibt bestehen nur ideale fakten weiter was mich durchzuckt ist ein blitz und flieht dahin ich werde nichts außer acht lassen können denn ich bin die passage vom licht zum dunkel ich bin gleichzeitig der abend und die morgenröte ich bin eine grenze ein strich möge sich alles mit dem wind vermischen hier sind alle wörter in miesem maul inhaftiert und was mich umgibt ist eine kräuselung die sichtbare welle eines erschauerns …

ein spagat den man nicht aus gründen der flexibilität durchzuführen geneigt eher intuitiv schält man sich frei aus emotionaler blauäugigkeit kriecht aus dem elektrisch mechanischen gestrüpp heraus und schiebt die äste zur seite man beginnt zu atmen entkleidet sich der unhandlich schweren kluft aus bedürfnissen und schneeballsystemen und empfindet so etwas wie kindlichen stolz einer archäologischen entdeckung das abtrünnige das in sich verlorene erneut zu erkunden die jahreszeiten vor denen man sich versteckte und das betrachten in ihnen eine missionarische glut schwelt wie das antlitz des unendlichen in jeder regung die man in nacktheit der füße über sand und grashalme erlebt und erlahmt im stillstand seiner bewegungen in denen man das wort nicht aus dem mund gezogen bekommt nur eine vage idee erhält davon jedoch zu wenig um zu formulieren von dem was wort sei und kann man überlässt es dem bewusstsein sich seiner gewiss zu sein man liegt in den wehen der geburt eines neuen momentes in dem sich die formen verflüssigen sich neu vermischen und vervielfältigen eine lebendige greifbarkeit die einem kommunikativen austausch ähnelt der keinerlei verpflichtung überträgt im orchester der vögel schmiegt man sich inniger an die schulter der sonne die ganz banal über dem liebesspiel der elstern lächelt sodass man am liebsten purzelbäume schlagen und miauen möchte und versuchen einen schmetterling zu fangen …

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