skizze

by Maik Gustavus 25. April 2026 0 comment

ein zweifel ist etwas was dich in eine untersuchung lenkt misstrauen entfernt dich davon …

irgendwann an dem punkt ankommen an dem alles nach dem selben abwaschwasser schmeckt für jene die dem leben nachlaufen ebenso für die welche sie dabei analysieren der selbe dunst aus schornsteinen der industrie wie in den schubladen des gründerzeit schreibtisches ebenso in den schaulustigen den notizen die man eigenhändig verfasste aus interesse oder verlust wer weiß das schon so genau druckerschwärze an den fingern am stift der formuliert was man sich traut zu denken auf den zetteln die man vom öffentlichen leben erhält glück und unglück derselbe traurige aussichtsturm inmitten von maulwurfshügeln teerfässern balkonpflanzen gymnastikmatten und den mosaikteilchen einer bezifferten einöde

ein passendes paar schuhe für jedes wetter den passenden anlass zeremonien trauerfeiern paraden simultan paraden analog paraden cladestin amplifikation molekularer synthesis im dialog zwischen den welten in denen man kein einziges kriterium einer schandtat entdeckt nur monotones plätschern im rhythmus der regenrinnen lichter getackert gepinnt gestochen gesalbt getrocknet gestorben aufgetakelte mumien gekrümmte gestalten der straßen und stuben ein immergleiches summen der geschichtenerzähler von nebenan er schwört auf die liebe der buchhändlerin an der häuserecke von der die konturen ihrer stimme im schimmer von perlmutt auf meersalzkristalen tanzen das hissen einer flagge ist der einfachste weg seine unschuld zu beweisen nichts als ein zwischenfall der nichts verhinderte uns aber irgendwie zusammenführte

im mondlicht tanzt man unentdeckt desto weniger man schläft über der zeit stehend eingewilligt in ein zimmer in denen wahnvorstellungen zum alltag werden angeheuert als rekrut einer mannschaft die beobachtet auf einem schiff ohne segel oder steuer das unvorhersehbare ein bleicher
anachronistischer streifen am horizont ich sehe in allem eine verwandlung die einer nervosität degenerierter lebensdauer blauer treibstoff für einen riesigen heißluftballon aus dem ich schaue hinab in dieses tiefe tal einer verzweiflung bestimme für mich was die form einer urne ausmacht

auch mit verschränkten armen wird die sonne untergehen und uns wieder antworten schuldig sein wie einbetoniert der sekundenzeiger als ich mir auf die unterlippe biss im wechsel der straßenseite auch darin eine veränderung des blickwinkels sogar dann wenn man die äugen dabei schließt
wir jubeln uns zu zielen mit worten aus handfeuerwaffen ein schuss ins herz alles eine betroffenheit aber kein schutz gegen die asteroidenkörper es ist wieder an der zeit den chronisten und ihrem kalender sei dank einschläge in das innere meiner lebensbejahenden flucht die geburt eines augenscheins eine koketterie mit den sternen war bereits früh in meinen biologischen trottoir verramscht worden der zuschlag an mich einer reintegration der geisterfahrten nun denn es muss getan werden was in alten schriften vor uns bereits verewigt wurde

mikroskopische innenansichten im vakuum kein gefesselter zufall einer unabdingbarkeit vielleicht appell an die materie doch endlich zuzugeben was man sich von ihr verspricht
reisen im teilchenbeschleuniger die maschine die welten macht rasen in lichtgeschwindigkeit um sich auf magnetischen feldern mit weltraumstürmen und anziehungen zu fotografieren alles ein lausiges wimmern einer qual das licht am ende des Tunnels auch für den größten illusionisten eine herausforderung ausser für unseren zauberlehring immanuel den ich weit vor houdini begreife

ein spannungsgeladener zeitvertreib der apparat klanglicher bebilderung ein vernichter von störfrequenzen morsezeichen an die mondin um verantwortlichkeit zu übermitteln das man auch hier eine voranschreitende enteignung wie überall im universum warten auf elektrizität und das signal einer ankunft von etwas das alles in allem die antwort ist
tagsüber geht im westen der norden auf und im süden geht der osten unter bei nacht dann träumen vom schlaf der leicht wie haar im wind nie derselbe duft der es trägt …

in finnland haben sie einen trockenen nie aufgesetzten humor genealogischer euphemismus im epigramm des lächerlichen vielleicht hat das etwas mit der hohen selbstmordrate zu tun und die leichtigkeit mit der man darüber spricht über das versagen gottes das man häufig aufs barometer schiebt vielleicht liegt es aber doch an der handschrift des schnees der unentwegt auf zapfen und mützen rieselt finnland wo eine signatur in den schnee gepinkelt hat mir jemand erzählt der von jemanden hörte der es weiß die gleiche verbindlichkeit besitzt wie der huf des notaren und das wort des centauren wie der fingerzeig einer projektion der niedergeschlagenheit des tauwassers hinter deinem augen blick in den ich schlenderte und mich verkrochen hatte
unter einer wolkendecke eine sprache aus tausend und einer nacht eingebettet in den morgendlichen treibsand aus verpflichtung und rohstoff
akteure der schwerelosigkeit akrobaten der tiefsee ihr wisst wie es läuft auch ihr kennt euch mit ruinen aus und das man sie immer verlassen muss nachdem man dafür gesorgt hat das es ruinen sind das haus der kindheit ein anderer ort aber ebenfalls ein drang der verwüstung der nie ganz fort
und schließlich

muss man zugeben das in der badewanne mit archimedes zu sitzen es ist ein beschwerlicher weg zuweilen
der ideentempel errichtet sich wo immer er will auch in einem sarg …

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