jemand fragt :
„warum streiten wir mit denen die wir lieben?“
weil eure liebe der versuch einer darstellung ist euch zu überwerfen mit etwas das nicht in dieser version in euch vorhanden stattdessen die erwartung an den anderen einer abhängigkeit zu einem selbst …eine berauschung ohne sinnliche anhänglichkeit …eine liebe an der alles wahr ebenso alles falsch ist …
er sagt: sie fragt vorher was es zu essen gibt wenn ich eintopf sage sagt sie ab … sie besitzt eben anspruch den du scheinbar nicht hast was kann sie dafür das du so ein einfallsloser dillettant bist wenn es um das wohlergehen seiner gäste geht du solltest dringend an dir arbeiten was dein verhältnis zum dienen betrifft gesellschaft ist nicht so selbstverständlich wie sie dir vielleicht erscheinen vermag der mensch ist wählerisch er verlässt ungern was er kennt es muss sich lohnen ihm nutzen nur frag mich bitte nicht welcher nutzen es sei …
es obliegt der wertschätzung auf das ergebnis einer addition aus einstellung und bemühung kommt es an um die errichtung einer affirmation die angemessen die ihr würdig sei sie ist eine frau vergiss das bitte niemals sie ist dir gegenüber im vorteil sie ist das starke und das schwache sie sieht immer auf dich herab wenn du ihr nicht ebenbürtig begegnest …ein narr der bewundert oder bemitleidet werden will bietet ein merkwürdiges bild ..behandel sie als bedingung deines widerscheins als füllung einer leeren form wenn du nur weißt wie man sie liebt lass es frei zu einem kindlichen abenteuer werden nicht zu fußstapfen deiner ermüdeten jahre sie muss deine schmerzliche umlaufbahn sein in der du niemals scheitern kannst lass sie gleichzeitig das ende des tages und das ende der nacht sein und sie wird die aufgeschlossene tür zur erkenntnis aller dinge für dich selbst …
warum sagst du so etwas über sie? sinnig wäre es du würdest mich fragen wie es mir dabei geht da du dies nicht tust verfolgst du einen zweck mit deinen scharfen worten also verrat mir doch welcher es ist bevor ich ihn dir nenne …je schöner die kokarde desto schlimmer der träger so sagt man doch …es ist ungeschickt sich mit einem moralischen oder ethischen titel zu schmücken …sage mir worauf du dir etwas einbildest und ich sage dir was du nicht bist …
mein geist ist rational mein blut amoralisch …
in der zurückhaltung liegt das erotische kalkül darin die macht der überlegenheit es wird ihrerseits keine ankündigung geben just vollstreckung also halte dich zurück und schweig vorerst zu deinen erfahrungen und eskapaden verhalte dich vornehm wie die eine kraft am himmel der gewissheit … der edelmann es ist die distanz welche ihn ästhetisch hervorhebt aus der blassen mitte treten lässt jemand der wie alle ist ist wie alle leicht austauschbar …in vulkangestreifter leidenschaft blitzt ihre anmut im lichterzauber einer sternenflotte …du musst nichts versprechen du musst ihr etwas geben können … geheimnisvolle kehrseite der welt sei ihr sommerhaus der belvedere der kuss des tröstlichen abends auf ihre kühle stirn
ich bin dir ähnlicher als du glaubst wenn ich will bin ich du ich bin eine empfindung die ist wie du bist ich bin deine bewegung im innern die dich träumt und verletzt die dich berührt und dich liebkost die dich ansieht und aus dir scheint ich bin die tiefe deiner geradlinigkeit und galanterie deine verheißung und bitterkeit dein tragischer leichtsinn und verzückung im begehrlichen …
ich will dich nicht anfassen weil du es mir nicht erlaubst ich will das du es mir nicht erlaubst dich anzufassen nur dann kann ich dich berühren dich wahrhaftig küssen die verlockung die dein herz mir schenkt wenn du dich mir entziehst ich stehe kurz davor die grenze zu überschreiten im rascheln der kometen lobpreisung deiner scheinendlichkeit kandierte zitronen duftender umrisse windböen so luftig leicht verschlafen kommend aus dem lärchenwalde der uns so häufig ein spaziergang war gewesen die traurige farbe der bäume spielt mit deinem haar das einzig eine märchenwelt beschreibt wenn das keine liebe ist dort in deinem blick der direkt in meinem abgrund führt in dem ein kleiner diamant die paillette deines abendkleides funkelt mit dem blute der zerstörung wo sie sich an ihrer liebe selbst erhängt es ist ihre eigenart die uns betört und inbesitz genommen hab keine angst es ist die liebe die dem wahnsinn nah das böse und das gute beständig wie der fremdkörper hinter deiner brust beim durchleben der alltäglichkeit
wenn ich dich beginne beende ich dich und sollte es verachtung sein die sich wie mit jedem glockenschlag zurückgeworfen in das unheilvolle universum wiederfinden wird so zum möglichen verlängert späht von dort herunter aus diesem vorweggenommenen abstrakten raum aus einem funken der unendlichkeit ist sie zu uns gekommen ihr zu widersprechen sei nicht unsere angelegehnheit was sollen die leute von uns denken keine liebe ohne flammen … horch horch hinter den buchsbaumreihen neben dem wacholder treibt ein spitzel seine absicht ich höre seine gestalt der grashalme und abgeknickten äste auf dem boden liegend die idee dieser liebe zittert durch unsere sehnsüchte sieh es an als glück was uns ereilt hörst du sie ist wählerisch wird alle register ziehen in den liebenden die sie erwählt …die vernunft wird durch finstere schatten treiben ein herbstblattgestöber zerrissene abende zischen und heulen in einem dialog der unsere namen bereits kennt …ein bißchen träumen sei uns wohl gestattet am ufer der Seine damals schrie ich verlust und gleichmut in die nacht hinein als ich der raserei erlag ich hab dies handwerk nie erlernt und beherrsche es noch immer nicht so schenk wenigstens den anspruch mir auf dies geständnis vor den bettlern dort am ufer und dem schimmer der im wasser badet habe ich gedacht um mitternacht eine vergnügung klar und simpel wie erlesen jene tragik nachdem der letzte tango ausgetanzt …
ich schäme mich meiner schamlosigkeit die wie ein versprechen an den eselstränen haftet vor diesem menschenbündel hier in lumpen bloßgestellt lauernd wie hyänen aus der finsternis paris pont neuf ich trage diese brücke unter meinem arm für dich und auch die wassermassen trag ich in meiner zuneigung herum … paris paris oh weh du stadt der diebe du stadt des schwindels wer liebt verachtet und ist ihrer wert und frömmig denn wo entsprechung da ist anrede nicht weit…ist es nicht so wer sagte dies noch gleich zu mir oder war ich es selbst ..ist mir entfallen wie ich mir entfalle zu dir hin in deinen weichen blütenschoß der sich bewegt zu deinen worten freier geist und rhythmus sind in ferne selbstverliebt zu schnee und dunkel wandelnd …
du beleidigst mich wenn du dich hingibst göttliche erscheinung ich winke dir zu du farbenfrohe hoffnung du bist ein davonfliegen der kraniche moos auf der rinde der bäume das bist du auch meine erschöpfung in der arena der täuschung ebenso die herrenlose karawane einer betörenden kurve vor dem abgrund des horizonts stehend in irrgärten der landhäuser das rauchige gewissen meiner poesie die ich zu dir schicke ohne das ich sage was ich träume anderer art zu träumen an meine lippen bindet sich verschlossenheit ich schreibe dir von dem was ich wahrgenommen auch gesehen hab in regennassen bergen den nebeln die ganz allein so unter von allen seiten wald bedeckt unentwegt in meinem kopfe diese stimme die ich inhaltlich nicht besonders gut verstehen konnte sie redete arznei und totgeburt dieser episode meines sich enteignenden schicksals
gegen meinen willen geschieht
wie von negligee verhüllt die furcht was hinter sonnenlicht beinah aus deinen blicken fällt und meine phantasie beflügelt wie ein flieger aus papier wild träumerei in wolken strickend eine leiter zu der mondin hin blauer zauber du prinzessin der azteken ich fühl zu viel und doch zu wenig nur sagen kann ich es dir nicht du meine schönheit aus der tiefe abweisung ein kreis aus kreide der sich schließt im hüpfen einer fackel in der nacht …

