Nigredo

by Maik Gustavus 24. Oktober 2026 0 comment

die bedeutung des denkens; pflastern des unbeständigen … erregungen identität quantitäten intensitäten potentiale disziplin
intellektualität deren mechanik vergessen grundeigenschaften das gehäuse einer maschine gesehen als kunst als diese gedacht … abstrakte worte die beendigung können einer fähigkeit gebrochen haben … maximale möglichkeit novum der inkohärenz …

warum sollte man das prosaische nicht mit dem poetischen verbinden können mein lieber andré wo sie doch beide nur genesen ihrer natürlichkeit sind …der narrativ ist nicht in gefahr er verstärkt sich wenn es poetisch ist zudem entwickelt sich eine musikalität zwischen zwei tonspuren die zeitweilig und wiederkehrend ineinander laufen … kompositorisch und didaktisch in sich eine fassbarkeit musizieren so wird der text überraschend und herausfordernd bedient so die zentralen elemente tautologisch und dialektisch in objektiver schrittführung durch deren verstärkung

„wohl dem, der sagen kann: ich fühle mein leben so in uebereinstimmung mit der bewegung des weltalls oder, was dasselbe ist: ich fühle, daß mein wille in den göttlichen willen geflossen ist. es ist der weisheit letter schluß und die vollendung aller moral.“
philipp mainländer

das ist der aufbruch in die neue zeit eine zeit die sich traut dir ohne rücksicht ins gesicht zu spucken das schrillen des weckers in aller herrgottsfrühe der schlaf hat’s gegeben der schlaf wirds nehmen

die kraft des waldes die kraft der stille beides ein gemisch aus erbe und fürsorge

je größer die masse desto kleiner das einzelne subjekt darin
in der düsternis ihrer ambivalenz erscheint die gruppe immer als vergrößerung einer bestimmung und gelangt so in den erwerb einer zumutbarkeit über die grenzen ihrer schwerfällig ausführbaren mobilität hinaus in den zwang eines politikums der scheinbaren uneigennützigkeit ihres egotismus im zwecke eines konkurrierenden denkens und tatendrangs

es ist einfach sich ins rechte licht zu stellen auf die seite des vermeintlich guten ein licht das eigentlich gar keines ist eine artikulierte positionierung und ihre behauptung ebenso verteidigung daraus

momentan packt mich ein seltsames gefühl und ein bedürfnis aus diesem , es existieren keine widerstände alles um mich herum verflacht sich ich bin es ich nicht gewohnt nichts überwinden zu müssen gegen nichts anzukämpfen in einen austausch zu bringen ein direkt abhandelbares daseinsrecht besitzt momentan der widerstand der sich überhaupt nur darum behauptet das es keine widerstände gibt momentan da es nun doch einen gibt

der ca dei frati ronchedone verbindet in seinem bouquet einladend und warm zwei gegensätze ich kann jedoch nicht aussprechen welche

algenschwarzes wasser schlägt an die bolen der wind weht ein stück weit herablassend aus der mitte der geschichteten wolken das ufer ist schilf wäre ich die nacht die aus den meereswellen in das nächste rosenblatt sich neigt besteht die möglichkeit einer verständigung verhüllte schauwagen eine prozession gen westen spätlicht wandert wolkenweiss hinab in das innere.. stattliches treiben am ende der meeresstraße …ihre worte so sanft …dahinter flüstert sie zu sich geisterbesxhwörung windgetragen paris bei nacht über den dächern rüstet sich der tag mit den bernsteinaugen silberner regen bis in das frühe schluchzen der neonlichter der himmel eine platte aus beton ein sargdeckel könnte die bibel sein und dann laufe ich zum wald runter wie jemand der dann zum wald runter läuft

so geht das jahr dahin durch niederlagen und abbrüche aus tagen und nächten so viele sterne gläsernes gefühl geschwängert mit dunkelheit quellbecken der präsentation universum einer verwesung das leichenfeld im licht einer blume …fais attention la flamme dans tes mains tout sentait le pétrole dans une chambre vide.. au coin de l’horizon ? non mais les fous sauvages un mec comme toi …

gestern habe ich mit dem kapitän ein kurzes pläuschen halten können ihm geht es nicht so gut der rücken sagt er der rücken ich verstand die quälerei er zeigte sie mir durch atmung krümmung des körpers er schaut mich an als könne ich etwas tun ihn zurückbringen aufs schiff auch die brandung als rauschendes licht einer streichholzflamne seine augen sind blass und schläfrig wie der morgen hier am eingang des supermarkts …

from toe to head
the purple, blue-pale smoke, as of incense;
wrapped each in burnous, smoke as the olibanum’s, swift, as if joyous.
wrapped, floating; and the blue-pale smoke of the incense swift to rise, then lazily in the wind as aeolus over bean-field,
as hay in the sun, the olibanum, saffron, as myrrh without styrax;
each man in his cloth, as on raft, on the high invisible current;
on toward the fall of water;
and then over that cataract,
in air, strong, the bright flames, v shaped;
nel fuoco
d’amore mi mise, nel fuoco d’amore mi mise…
yellow, bright saffron, croceo;

ezra pound canto xx

niemand versteht und rechtfertigt die schuld aber die angst vor den konsequenzen

worte sind der mantel der vergesslichkeit so wie das licht der mantel der blindheit ist
facetten einer glasur aus blauer bewegung ich beeile mich nicht mehr gehe mit weile unter dem universum straßen in meinen händen mund wie ein kelch das auge die lampe gegenblende im sinkflug der blick der alle sprachen kennt

sich dem unbewussten als überbringer gegenüberzustellen in aller offenheit und verletzlichkeit die materielle kraft zu vergeistigen sich dieser kraft im bewusstsein zu bemächtigen

im glauben woran? in der liebe wozu? in der hoffnung worauf? fragt friedrich

monsieur

„schauen sie, alle dummköpfe berufen sich auf die menschlichkeit und alle schwächlinge auf die gerechtigkeit; den beiden nutzt die verwirrung der begriffe, meiden wir den großen haufen und die waage dieser wenig aufrechten gerechten; schlagen wir auf die ein, die uns zu ihresgleichen machen wollen.“

„unbekümmert, spöttisch, gewaltthätig – so will uns die weisheit: sie ist ein weib, sie liebt immer nur einen kriegsmann.“
also sprach zarathustra

wären wir bewusst wir sprechen nicht wir denken nicht wir reden nicht miteinander …
in geschlossenen zimmern sitzen im eigenen atem der spricht was gedacht wird ist seinem wesen fremd fragt sich selbst … lässt sich antworten

worunter ich am meisten gelitten habe? vielleicht unter der gewohnheit mein ganzes wesen auszukundschaften und zu entwickeln …in mir bis ans ende zu gehen

m. sagt : mich mir selbst erklären
alles ist sofern es das ist fragwürdig ob keine frage darin enthalten … flachland flammend im weihrauch ertrinken das feuer speiht rückwärts vorwärts der eigene abgrund als grundeigensxhaft … mir die begriffe erklären die bilder und anschauungen „intellektuell“ grauenhaft das schwert der entdämonisierung abendländischer kultur ein begriff beliebt und bewundert weil er nirgendwohin führt fähigkeit im nichtbegreifen jede antwort auf eine frage reproduziert sich wirft neue bilder in das suchscheinwerferflackern angsteinflösender unsinniger theorien …die verirrung in der komplexität
traumfetzen kamen mir
ich formte gestalten die ich intellektuelle nannte beinahe unbewegliche menschen die große bewegungen in der welt auslösen
ich mißachte eure ideen um sie in aller klarheit zu betrachten fast als wertloses ornament der meinigen; und ich sehe sie wie man mitten im reinen wasser eines glasgefäßes drei oder vier goldfische sieht die im herumschwimmen immer naive und immer dieselben entdeckungen machen

manchmal denke ich mich dumm wenn mir nichts einfällt ich den eigenen anspruch nicht erkenne
ich töte mich angewidert recht zu haben zu tun was glückt und von der wirksamkeit der verfahren; anderes versuchen ich bin nicht dumm es ist der gedanke der es ist er verneint mich …zustimmung symphatie wenn sie aufrichtig sind wenn es der umwelt gefällt ansonsten üben im wollen was man nicht gewollt …liebe ist nicht artikulierbar bewusstsein ist nicht denkbar alles mit worten verfasste ist anfechtbar wenn ich fühle bin ich wenn ich denke bin ich nicht
gestern fühle ich mich sterben und dabei bleibt es …

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