im Park

by Maik Gustavus 21. Dezember 2025 0 comment

wer mit feuer geht muss den rauch in kauf nehmen manchmal die verbrannte erde die er hinterlässt…

ich lies den schlaf in einer nacht zurück in der es keine namen gab aus der ich lichter im gewitter fing und eine brücke baute zu den sternen hin die unterhaltung war ein ton auf knien gekrochen in den schoß der erde den ich losgelassen vom abhang an des welten rand verlor ich aus den augen was tief in mir bereits geschehen
im gedanken lächelt der verlust
das gesprochene wort fortan beginn einer beliebigkeit
es wird leuchten was noch unentdeckt
im durst der heuchelei
durch verwehte wälder streicht
wieder tränt gewissen aus der wunde
wieder bricht der weg aus dem geteilten himmel
wieder trete ich aus einer kohlezeichnung dem mantel der mich wie ein berg bedeckt
und meine liebe flüstert mir vertrauen
halt nicht fest was hoch hinaus und fliegen will

jede zeile die ich schreibe erinnert mich einzig an den moment als ich sie geschrieben habe, an das gefühl aus dem ich sie geschöpft …und jetzt ? ist es das erinnerte geschehen oder doch der eine moment, die verzögerung von weniger als einer sekunde von der reinhard jüngst gesprochen hatte in der ich just verweile noch, eine transzendente wohngemeinschaft… ach fernando hat tee gemacht , wie schön …

… es ist schwierig durch etwas zu laufen an dem man nicht teilnimmt zu dem man keinerlei verbindung hat, außer zu dem was dabei nichts nützt eher gemieden wird , nähe ist so ein starkes wort ein strahlen aus der dunkelheit eine asketische berührung in das undurchsichtig tiefe tal heimkehrender empfindsamkeit

es fühlt sich heute an als wäre alles erschöpft, keinen durst mehr zu verspüren kann nur bedeuten das nichts mehr auffindbar was ihn zu löschen fähig
im park auf der mauer stehend blick in das schlammige bewegte zeugnis einer entstehung und eines untergangs man taucht hinein, mit dem gesicht durchbricht man das glas der wasseroberfläche, der klang verändert sich wird zu einer bewegung im innern des körpers, man ergibt sich dem geruch vergangener kindheit im klimpern einer grabesklaviatur das arcanum der weisen, ein verruchter tempel im kerzenschein der nie gealtert durch nachtlose jahreszeiten bring opfer für dein seelenheil
wem, sich oder der welt? feigheit oder klarheit , das signum der mondin auf dem briefpapier in meiner gedankenzerreibenden träumerei

die tage eine einzige anstrengung , die überwindung zu dem was zaghaft schüchtern fast wie die frühlingsknospe aus den wirrungen der illusionen tropft
gepflückte tannenbäume stehen auf atemlosen laubblättern ganz in der nähe der u-bahn station
der verkäufer hat einen festplatz mieten können er lächelt jedes jahr das selbe lächeln auch die weihnachtsbäume sehen gleich aus

du zitterndes gewand einer nackten blöße kalt wie das bild des spiegels erscheinst du aus der finsteren leere meiner seele , die mich trägt zu dir in dein verderben das ich bin
springen auf die flötentöne des rauschenden nachtzugs verbrennende habseligkeiten aus dem getöse in die stille einer aktiven teilnahme in sich selbst die begehbare gestaltlose dunkelheit einsinken in die große schlaflosigkeit der lebendigkeit …

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