ins leben gegriffen

by Maik Gustavus 18. März 2026 0 comment

das erste elend des tages der spiegel und der blick in die eigenen glühend rot versoffenen augen jeder tag wie der andere dachte er jeder tag das problem von gestern und die angst von morgen an der zahnbürste kleben ihre haare im bad der geruch von feuchter erde und veilchen der geruch einer ganzen nacht die ein leben war in der er sich wie ein zukünftiger frühling fühlte ein frühling wie eine beschlossene absicht von etwas das man nicht kennt über das man kenntnis besitzt etwas das war gewesen ein frühling zart und sanft hatte er in den armen dieser frau gelegen
darin erkannte er eine zugehörigkeit in jener nacht und jetzt das leere erwachen brannte als harmlose erinnerung aus einem kerzenzimmer teilte sich in lust und verbannung so nah in ihrer haut vergraben bis ins blut suchte ihn diesen nichts über das sie geschwiegen hatten darin verstand er die welt in sich alles war greifbar so bezwingbar so gut die zerbechliche schulter dieses warmen körpers in der er die dunkelheit hörte die nun fort die nacht erstickte ihre sehnsüchte unter den schlägen ihrer rasenden herzen ihre worte waren geräusche die in weiter ferne zu sich selbst sprachen angenehm in dieser verhüllung zu ertrinken der rohstoff seiner blüte aus vergehen und anstrengung befriedigung ist kein leichtes vergnügen besonders wenn es nicht mehr greifbar die ekstase sich selbst zerstört die liebe jedoch lebt ist ungebrochen jene liebe die alles niederbrennt alles fleisch der welt und ich denkt er bin das verlangen danach wenn sie wieder auftaucht irgendwann hinter den formen blick wundmal und lächeln, ein feld das gesicht eine wanderung über eine landschaft aus täuschung und muse so wie die furcht vor dem zerfall und der wiederkehr
worte und ihrer geselligkeit darin in ihnen findet der tag seine gültigkeit in gedankenverlorenen reaktionen kommt er zu wort mundart der sitten nicht messbar unlängst …

nach den regeln eines schiffbruchs ist er gestrandet auf der sandbank des unmöglichen mit dem er sich in seiner vorstellung verbunden fühlt emotionen die quälen und schmerzen halbton des absurden …der morgen zeigt sich bitter kriecht durch die vorhänge kalt und schuppig wie die liebkosung des winters der spiegel wird ein nebel eine gelöschte datei struppig er allein mit sich und dem entsetzen darüber das gedanken zum weitergehen gemacht nicht zum verweilen …

Das solltest Du auch lesen...

Leave a Comment

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.