les choses de la vie

by Maik Gustavus 14. August 2024 0 comment

der spätsommer zerfällt in sich zu einer jahreszeit der melancholie

les choses de la vie
ein film der sich meiner empfindung nach, inniger einer allgegenwärtigkeit der vergänglichkeit und dem verlauf ihres zerfalls widmet. der tod vielleicht auch ein gefühl, und das leben, eine annahme , als ob von etwas oder doch mehr …

dieser unaufdringliche film von claude sautet über die zerbrechlichkeit einer idee vom glück der zweisamkeit, erwartungen und plänen für ein leben welches folglich eines sein soll, und keines welches ein kampf um die existenz und das glück selbst, wobei dieser kampf bereits mit den erwartungen beginnt und in fügung flüchtiger glückseligkeit unterliegt, ein film der durch wenige bilder zu glühen beginnt, in zeitweiligen aufenthalten eindringlicher sehnsuchtshaltestellen aufflammt, ein erleben durch sprache und melodik also dem fliesenden in ihrer klangfarbe begegnet, eine synthetische verknüpfung zerstreuter fragmente und tiefensedimente der ästhetik

es ist dieses eine lächeln, am esstisch, vor den geöffneten fenstern eines zimmers, dieser eine ausdruck eines gesichtes, welches sich mir stets in die gedanken zeichnet, die reinheit küstennaher vegetation und das funkeln des wassers, in dem sich helenes lächeln in tropfendes licht und wehmut badet, umherwandernd durch philipe sarde’s sentimentale lieblichkeit in komposition und mich mitnimmt auf eine reise beflügelter fantasie durch die erfrischenden täler der waldgebiete, die erregung verliebter symphatie an sich, die erwartung schmeichelnder worte und gesten, eine berührung … die wegstrecke eines herbeigesehntes rendez vous’s, emotionale landschaften, der fahrtwind, auf dem rad, ein streicheln … libellen und falter in sublimen lüften…die blicke der felder zwischen vorüberziehenden blättern der eichen und kastanien am wegesrand,
gefühlt das verliebtsein einer nacht und den duft eines parfüms welches in einer verlangsamten bewegung verfliegt
eine hommage an die unsteten augenblicke von schönheit inmitten eines scheiterns morbider ambitionen

les choses de la vie
das augenzwinkern der romantik sonnendurchtränkter augenblicke in zweisamkeit oder jene passiven gefühle außerhalb gesegneter vernunft, dem ergründen einer empfindung ursprung, welche entdeckt in einer bewusstheit so stets gefühlt erinnert weiter lebt, unentdeckt jedoch eine gestaltlose erregung weiterführt, ein fliehen vor der langeweile in mannigfaltigste aktivität

les choses de la vie
die beobachtung, in milden strömungen des abends, hummeln beim abtasten der in rosé getauchten blüten des springkrauts , die kerzenschatten an den wänden nächtlicher einsamkeit, die nach innen gerichtete aktualität des augenblicks, eine zwischenmenschliche vereinigung eines gefühls jenseits von form und gestalt, eines beisammenseins in gehalt und würde …

ich träume schon lang nicht mehr der vereinigung von körpern, aus jener ungeklärten ursache heraus, ich träume von einer vereinigung zweier seelen, also jener sinnlichen gefühle und ihrer wahrhaftigkeit, außerhalb des blendwerks der worte… es gelingt mir vorübergehend mit jedem menschen zu reden sei das gespräch noch so oberflächlich und sinnlos, aber mir gelingt es, das gemeinsame schweigen, welches sich harmonisch wie von selbst schweigt jedoch …

les choses de la vie, vielleicht außerhalb unserer wahrnehmung, vielleicht ein durchschreiten gefühlter realität, vielleicht eine defizitäre vorstellung verschränkter annahmen unserer einbildungskraft, vielleicht ein vielleicht ein à bientôt …

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