utinam

by Maik Gustavus 7. Juli 2025 0 comment

der einzelne mensch war nicht erkennbar gewesen , fasern verschiedenster farben und formen , das muster der sofagarnitur, ebenso haare durcheinandergewühlt, arme und beine wie papierschlangen schlafend unachtsam von sich geworfen hin zu etwas das nähe verspricht , ein anfassen das berührung sehnt, etwas das bleibt , von dauer ist, dem tod entrinnt

das erste prinzip der erziehung : erziehe dich selbst

können wir denn nicht nicht mal eine pause machen , von allem was war und noch kommen soll, alles gehen lassen, schau der wind auch er will spielen

eine zeitlang leben wie die ausgebeuteten, die hausierer, die ausgestoßenen, wie ein erkrankter am wohlstand, wie die am rand und jene in der mitte wie ein und alles was geht und bleibt nimm alles mit was kommt kommt sowieso stürz dich hinein in den treibsand deines inneren was du im leibe trägst was mächtiger als die materie vorgaukelt zu sein, sie ist das mittel du das werkzeug, sei das was durch nichts auf dieser erde getötet oder besiegt werden kann, im geiste ist die heimat die du sehnst ..

dann kriecht man aus dem schaume seines
blutes in die vulkanische fruchtbarkeit der seele und trifft das leben direkt ins mark , im verzichte wächst und gedeiht das vertrauen zu einem starken baume , aller nutzen fädelt sich von selbst aus dir heraus

in manchen situationen tobt eine schlacht in meinem kopf, zwischen dem analytiker und dem ästhetiker
es ist die natur und die gesellschaft von menschen die beides rasch am kragen packt die der präzisen untersuchung und die der gefühlslethargischen träumerei; das denken schließt aus, das fühlen schließt ein, der elternlose raum, die zeit des jägers in der waffenruhe, so mittendrin geboren und verdammt, im dunst der überwindung ein inneres gezerre eine kapitulation der wahrnehmung und ihrer zugeständnisse schließt sich das kapitel der momentaufnahme die nun doch eine war an ihrer statt, ohne nennenswertes ergebnis, dass es mich müde macht und ich mich irgendwo dazwischen niederlege den rest überlasse ich dem körper und der unbeholfenen weile meines müßiggangs

und jetzt ist der regen da mit seinem geruch nach wurzelwerk und erntedank, nach verdacht und tatsache, von untergang und auferstehung in rhythmus und melodik gefangen von dominante und subdominante spiel die partitur noch mal im schauer deiner überfahrt schmerzender lebendigkeit

im brackwasser spiegelt sich das licht welches dich bei weitem überholt schneller läuft als deine tropfen zählen können ruhe finden auf der decke der natur und ihrer jungfräulich liebenden verbannung in die schläfrigkeit und ihrer wertelosen welt …

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