nie habe ich etwas nicht lebendiges wie einen gegenstand über mein gefühl gestellt, meine anteilnahme ist energetischer natur , sodass mich ein gefühltes ergebnis weitaus stärker betrifft somit anzieht und zufriedener macht als ein sichtbares. der größte benefit aus einer zeitweiligen beobachtung ist das wesen und die eigenschaft der anderen teilnehmenden menschen, die darin liegenden erkenntnisse und die situation als ganzes, mit denen sie ironischerweise nichts zu tun haben wollen, vor denen sie regelrecht fliehen, also nehme ich es, indem ich es mir bewusst mache, macht es mich zum besitzer dieser ungewollten realitäten , zudem ; woraus sich naturgemäß das wesen der gesamten situation erschließt, wobei der mensch nicht die situation gestaltet und prägt, selbst wenn es sich subjektiv so anfühlen mag, kann er doch nur innerhalb der möglichkeiten welche ihm die situation objektiv anbietet wählen, zudem existiert die situation auch ohne einen selbst, wie naturgesetze ohne unseren willen existieren, somit lebt der mensch nicht die gewohnheiten sondern wird von diesen gelebt da sie ihm die strukturen geben, welche er sehnt …tugendhaft der seele anteilnahme, sie wird erkennen …
ein weiterer benefit ist ihre schuld, die der anderen, die bekomme ich jedesmal geschenkt, auch das nehme ich an, da bereits durch das tragen meiner eigenen paradoxerweise alles leichter wurde …
kürzlich begehrte etwas in mir auf was zum festhalten und eintauchen neigte, so willigte ich ein in etwas zerfahrenes, gleich einem embryonalen entwurf, eine abhandlung so inmitten ohne vorgeschichte, ohne ziel, evokative träumerei …
stille auf einem granatendurchflügten schlachtfeld, unfehlbare vorahnung, nur der wind streicht über die zerrissenen körper, verlässlich alter freund, trag es fort das licht was in ihren herzen glühte, ich lege mich auf die zersprengte erde blicke in seine jungen melancholischen augen, sehe mich, sehe leben in den augen eines toten, seine augen sehen einen toten in den augen eines lebenden …
„meine poesie wird aus einem einzigen angriff bestehen gegen den menschen dieser reißenden bestie wie auch gegen den schöpfer der solch ein ungeziefer niemals hätte erschaffen dürfen.“
comte de lautréamont (isidore lucien ducasse) in dem prosagedicht die sechs
gesänge des maldoror setzt er seine ankündigung um.
die surrealisten werden nach seinem tod auf ihn aufmerksam und erklären ihn zum vater des automatischen schreibens worauf die gesamte surrealistische literatur basiert angeregt von der schrift des psychiaters pierre janet über den psychologischen automatismus, dies ist jedoch ein irrtum, da in seinen zeilen konzeption, aufbau sowie literarische präzision den leser in seinen bann ziehen, zudem spricht der große kopf des surréalisme à paris andré breton von einer revolution des geistes auch das ist falsch, den geist kann man nicht revolutionieren, den verstand dagegen schon durch das gestalten neuer konditionierungen und ihren strukturen was das automatisierte schreiben darstellt ..
.der mensch ist ein übel, ja, aber sub specie aeternitatis ein notwendiges …
zumindest ist die menschheit es momentan noch, es ist auch möglich das eine notwendigkeit sich über die dauer einer weile innerhalb eines prozess von einer wirkung aus etwas, welche sie a priori darstellt, zu einer aus sich selbst bestimmten ursache formen muss, bis die direkte berührung mit etwas, für das sie explizit bestimmt, eintrifft, somit ihre notwendigkeit notwendig wird, und wenn diese berührung respektive konfrontation ebenfalls einen dauernden prozess einschließt , und durch die beendigung dann ebenfalls notwendig ihre notwendigkeit verliert ,und in sich zerfällt und sich wieder neu formen muss et ceters ad infinitum …ja was wenn es nicht kühn sondern realistisch gedacht
je mehr man die feinen natürlichen muster metaphysischer systeme entdeckt welche hinter gedanken, gefühlen und tätigkeiten stehen und diese phänomene bedingen desto ehrfürchtiger ja erstaunter schaut man in das vollkommene wesen einer universellen genialität und ihrer schönheit darin
am idealsten träumt man sich durch ein gefühl, denn ein gefühl denkt und sagt nichts, gott sei es gedankt …

