ich bin erschöpft von den tätigkeiten des tages und ihrer einwirkung auf das abstrakte modellieren von etwas aus etwas über das mir die einsicht momentan noch fehlt , vielleicht kommt sie nie vielleicht war sie da ohne das ich mitbekam das jene kerze brannte vergessen in einer verwaisten kammer, ich bin erschöpft von dem praktischen und seiner läuterungen durch das denken von gefühlen und ihren erfahrungen in so mannigfaltiger auslegung welche unmöglich ganz allein zu stemmen, es braucht eine mannschaft 9, ein team 9 unterschiedlichster komplementärer spezialisierungen 9 in einem einzigen körper, in einem kopf. neuronenstürme 9, eine grundlegende substanz, welche die idealste einstellung verwirklicht, ganz gleich wie auch immer das gesicht der situation auch zu einer präzisen nivilierung zwingt, der fortschritt in die tiefe ist es die anpassung selbst zum erlebnis einer übernahme zu gestalten in einfach und effektiver weise , als hätte man nie etwas anderes erfahren, sodann, keine unsicherheiten keine überraschungen , keine schwierigkeiten ,die klinge des skalpells modus operandi chirurgische präzision inmitten wahrheit und beweis …
die phänomenologie des geistes die konstitutionen // l’unité énergétique 9 : anima/femininum (der zugang) der beschützer (seraph) der melancholiker das euphorische kind (der regulierte wahnsinn) der metaphysiker der situative beobachter der ästhetiker der poetische dichter der synthetisch/analytische denker
diese typen basieren nicht wie jungs archetypen / atavistische rollenbilder (verstand/linke hemisphäre) auf glaube oder aberglaube, sondern auf bewusstsein, sind also gegenwärtige konstitutionen damit absolut real, man erlebt sich selbst in dieser oder jener eigenschaft, oder einer melange aus mehreren anteilen/temperamenten, es besteht eine komplementarität wie üblich bei energien
die bewusstmachung war ein kampf, 4monate in der einsamkeit und ein starker emotionaler konflikt, du wirst täglich zerrissen und wieder zusammengesetzt , wie ein karussell drehen sie sich und nehmen besitz von dir jede einzelne in ihrem ausdruck absoluten temperaments du erlebst im wachzustand, klar und eindringlich trägt dich eine energie durch das zeitlose empfinden einer bewussten kraft, du ergibst dich lässt dich beherrschen, folgst dieser einladung auf die nächste stufe, nicht bedrohlich oder fremd, sie waren immer da , während man schlief und sie in einer andeutung von außen betrachtete …
ich bin erschöpft, zeitweilig, das altern des körper ist gnadenlos, steht nie still seine schwäche stützt der geist durch die entgegengesetzte bewegung , aber wohin ich besitze keine proportion mehr, sogar die Idee davon entschwunden weiß nicht mehr was recht oder unrecht ist, richtig oder falsch, vielleicht wusste ich nie, die vorstellung jeglicher moralischer gesetzmäßigkeit leuchtet im gesicht der situation selbst, ein leichtfertiges schmunzeln, das unmaskierte , das rohe, das nackte, das wütende, das ungezähmte, von rot bis blau von schwarz zu weiß wie auch immer sie mir entgegentritt, das ist. ich fühle meine sinneswahrnehmung, ihre umwandlungen und nuancen ich bin das erlebte gefühl einer sensualität die ich nicht kontrollieren kann , das gefühl alles und die gewissheit nichts zu sein ..
auch diesmal fühlt es sich an als wäre ich vor wenigen tagen erst angereist, bald stehe ich am bahnhof, ….wochen, monate gehen dahin, zerrinnen durch das kontinuum eines universums aus augenblick an augenblick , gefühl an gefühl, ein sterben und erwachen aufeinanderfolgender ein-und ausdrücke, der vergangene augenblick kommt nie zurück, und dennoch bewirke ich keine einzige regung um zu verhindern das er vergeht, jeder einzelne ist ein leben, verschlungenes gebiet ohne wegweiser und karte, der augenblick, ich bereinige mich an seiner unersetzlichkeit durch meine verletzlichkeit und ihrer wiederholung ohne demselben maß und ihrer anziehung zu begegnen, gewinde des erinnerns, das verlorene gesicht, fotos aus der verstaubten kommode… ich gehe nirgendwohin zurück ebensowenig gehe ich vor, ich bewege mich …bereit sein ist eine tugend, ist ein direktes erleben der erfahrung, wird einstellung zur reife, bereit sein heißt alles was notwendig loszulassen in eine gegenwärtige objektive identität, bereit sein heißt mit gepackten koffern stehen, heißt jederzeit gehen zu können, ich gehe nicht ziellos, ich gehe notwendig zu etwas von dem ich nichts weiß, etwas führt, ich folge, ich denke nicht darüber nach, ich kann nichts unbekanntes denken, ein gefühl ist unmissverständlich, ist eine kraft, ein odem der wahrhaftigkeit, ich bin kein stratege von planungen weil sie in die zukunft laufen, ich bin koordinator innerhalb der momente, darin liegt meine fast schon unmenschliche effizienz … das vertrauen entsteht durch die niederlegung des vertrauten wenn das unbekannte nach dir verlangt, also in jedem einzelnen augenblick, der weg nach hause geht dir stets voraus, in eine richtung, zu dir selbst ..
„du hast einen zeugen, dein gewissen; und dein gewissen ist gott, der zu dir spricht.“ Henri Frédéric Amiel

