Momentaufnahme XV

by Maik Gustavus 27. September 2025 0 comment

manchmal möchte ich einfach nur weg, raus aus dem was mich gefangenhält, raus aus dem hier und jetzt, heute ist ein seltsamer tag, der tag in mir, der tag der ich bin, der tag der in mir untergeht, ein brennendes haus , ein einziges bild, ein unzähliges erwachen, flamme des lebens flamme der unendlichkeit, das olympische fieber in den wolken auf der smaragdgrünen kuppel der berge, man wartet auf ein zeichen das sich auf die winde legt, das um was es geht, oder vielleicht doch nicht, brief der heimkehr nie geschrieben kann er ewig sein nur die dunkelheit hat eine sprache die ihn kennt, wie dunkel muss es werden

ich fühle mich heute wie ein vergessenes kind hilflos ausgeliefert , einer versteinerten müdigkeit eine die mich tot am leben hält wo ich doch nur in schlaf versinken möchte dumpfe schläge aus dem keller meiner jugend, hospital der erinnerten erfahrungen, der tag frisst unermüdlich, ein zermürbender schlachthof , verlassen sein getriebe an sekunden und minuten, klumpen in der sanduhr, fallen in endlose tiefe, faserig der wald holziges singen der insekten aus schlucht der nacht die uns nichts verspricht von einem morgen
eine nachricht von dir, hast mir gesagt deine diagnose , berichtigt wurde sie, schizophrenie, endlich ein zu hause, wenn es asche sein sollte, … das geschick im nadelöhr des unbewussten, plasma der wiedergeburt, sein wie ein garten , etwas das fühlt, sich an nichts mehr misst

die welt ist irrtum, die welt ist don quichote und wir der gaul auf dem sie reitet, eine bloße verkuppelung heliotropischer anziehung, die unschuld lacht über die ausdrücklich liebenden, das erloschene elend gekettet an die stehengebliebene wanduhr, melodie des untergangs geworfen durch das echo so vieler worte meiner schrift die ich nicht verstehen kann, unverständlich treu bestimmt der sommerwind die richtung meines zerbrochenen herzens , der geschmack der sonne auf den lippen und das rot der stille in durstigen augen, welche nur den abschied blicken , ich lebe für das sein, es bildet mich aus, zu einer tauglichkeit und ihrer übertragung dieser achso sehr beschwingten reise , ist es reife oder urteil? mag sein das alles aus, bevor ich fähig diese last zu stemmen die sich hoch in der erwartung opfert auf, mit all dem welches nicht das meine ist, und entwirrung sucht aus einer trägheit die mich manchmal ganz wie von allein in ihrem schoße bettet als wäre sie ein teil von mir ein teil der unruhe die ich bin …

das schicksal hängt am wort und fleisch, tropft aus adern die ich nicht verschließen kann da ich es war der sie geöffnet ohne das ich mir bewusst, hernieder sinkendes blatt welches die pappel von der seele losgelassen, die krone der nacht auf ihrem thron am rande der erzählung die nicht imstande einer stütze, stetig vorm gefolge weiter zieht , lichtstrahl einer sorglosigkeit im matten glanze deiner haare die so seltsam schimmern kommend aus firnis versiegelten dunkelheit, sich auf mein kissen legen und den traume einer wirklichkeit beherbergt, den ich sehne aus der stadt in der ich nie gewesen ein rauchzeichen meiner still gezeichneten ruinen der ewigen erheiterung und ihrem letzen sommer einer jungfräulichen nachwelt die es nicht mehr geben wird , vielleicht , im ursprung ihrer selbst zieht die ästhetik eine wiederkehr der gleichheit allen ursprungs aus dem schein …

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