die nacht die das atmen lehrt ließ ihre religiöse strenge mich in meinen fingern spüren in taube fäuste hab ich sie geballt und durch den ruf der eule an sie jgehorsam brav zurückgeschickt
mich fiebert noch in dieser rastlos halle stehend unter dem gewölbten himmel einer pittoresken malerei unbeweglich dröhnend schwer aus elfenbein krachend wie gewitterfronten, flügelschläge all der raben die ich hören doch nicht sehen kann hindurch den schlaflos schlaf regnets wohl geschicklich ebenmäßig, so geräuschlos wie vorübergehend traumgestalten in stiller tiefe meiner kraft schon seit mitternacht erwartet mich die obsession welche sich in schrift und siegel dem gedanken daran untertan gemacht es hat das wort gebrochen was aus klang geboren in seinem innern ängstlich mich beileibe fast erstickte der brandige nebel zerfiel in eine aphoristik die ruhig sinkend mich in dem gefühl berührte kommend aus schmierigen tümpeln der vergangenheit die ich bewohnte ein geteiltes leben hinterließ zeitweilige liebkosung auf frischgeharkten gräbern analog auf stummgeschaltete momente an violettgefärbten lippen klebt noch blut, rot, so rot sagenumwobenes rot von etwas das ich wohl vergaß, und so nicht teilgenommen hatte splitter aus erinnerungen funkeln wie laternen aus geschwängert wanst der weißen wälder
einen stern fing ich beinah bei/nah/nur war dieser augenblick verschwommen
im reflex der sanft sedierten linse ausgerichtet in das innere der welt als ich die haltestelle übersah zwischen starken ästen einer eiche und den flüchen die aus kerzendochten schleifen dunkle triebe mir zum haupte hin zu wolken die mir luft zum atmen sind
in mir
sitzend
nacht in augen kohleschwarzes licht aus eines brunnens finsternis ..

