ach was soll’s morgen trägt der tag wieder andere früchte von denen wir naschen wollen ein grund mehr noch durchzuhalten noch etwas zu bleiben vor der ankunft sollte es so sein ein tröstliches picknick im eigenen garten der entfaltung heftige schmerzen der lieblosigkeit irrtümlicher wege eine bukolische weile der abgeschiedenheit angezündete landschaften der feenhände vergoldetes momentum in gottes gnaden unnütze tage am ufer der sonne baden in weinenden flüssen im milden schimmer von gestern war ich mit fernando wir sprachen über dich henri du unser verbindlichster freund ertrunken in sehnsucht unbeholfenes strecken nach gewissheit und zerronnenen sekunden der blick in den abgrund gerichtet nächte im fahrstuhl zum schafott das fiebrige wasser zwischen stirn und augenlid ein langsames verkleben von spuren deiner größe henri leidend im pioniereifer und sehnend gestorben in dir selbst …
wir haben uns lange nicht gesehen ich liefere mich nicht aus in der gegenwart schmilzt das verlangen wie das eis dieser wehmut im summen des frühlings vermissen kann man beklagen oder sich in zielloser trauer verstecken, keine rückkehr zum warten und verloren glauben ich freue mich dich zu sehen, das kann ich anbieten und das ist allerhand schaut man sich selbst dabei zu
manchmal gehe ich den gedanken nach manchmal den gefühlen es herrscht nicht immer einigkeit aber die ordnung schlägt sich zugunsten der balance
alles was lieblich fühlt denkt sich liebe alles was schwermütig fühlt denkt sich liebe alles was traurig und zerstörerisch fühlt denkt sich liebe alles was schmerzlich durchbohrt fühlt denkt sich liebe in wahrheit ein phonetisches zwinkern aus räumen ausserhalb des körpers, schwingen auf resonanzen durch das geflecht meiner inneren klaviatur stakkato der wollust zieht die splitter aus der wunde blutende wölbung des horizonts die schreckliche klarheit im sehen schliesst den gedanken aus das gefühl ein trennt sich vom fleische von allem was an ihm lastet barrieren der angst sind kopfsprünge in flache gewässer nur dem akt der akuten notwehr beiläufig geläufig und atmet so durch raum und zeit unbegrenzt zerfallen in der verunsicherung die sich gegen unterschiede in der gleichheit wehrt im zentrum des irrtums ist die ewigkeit jetzt eine andere- ewigkeit -die unendliche vokabel gehorsamer sklave verhängnisvoller gesetzmäßigkeiten…im verlust meiner absicht begegne ich dem salon der muse zergehe in melancholischen meditationen hindurch anschmiegsame tagträumereien umsegele die winterliche landschaft einer inneren gestaltung an ihr misst sich einträchtigt der herzschlag des orkans meiner vervielfältigten seelischen manufaktur diese einstellung nimmt man mit zurück ins diesseits der augen jenseits der entartung zugänglich vergeistigt nun die materialistische welt begehung durch offene bücher und türen in friedfertigen impulsen einer kreativen versinnlichung ….

